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Naturfoto des Monats
- Februar 2003 -
Reh Mit sehr zierlichem, grazilem Körperbau, dünnen hohen Beinen (Läufen) und langem , schlankem Hals ist das Reh der kleinste Vertreter der heimischen Hirscharten. Es bewohnt ganz Europa und einen großen Teil Asiens. Seine bevorzugten Wohn-und Rückzugsgebiete sind Waldungen, die viel Unterholz aufweisen. Der Mischwald bietet da die besten Voraussetzungen; er gibt ausreichend Deckung und vielseitige Nahrung, die das Reh unbedingt braucht. In dichten, geschlossenen Nadelholzwäldern sind Rehe sehr selten anzutreffen oder sie fehlen dort ganz. Da Rehe sehr anpassungsfähig sind, kommen sie auch gut mit Landstrichen zurecht, die ganz ohne Wald und ohne größere Feldgehölze sind. Im Laufe der letzten Jahrzehnte bildeten sich hier die sogenannten „Feldrehe“ heran, also Rehe, die sich den größten Teil des Jahres oder sogar das ganze Jahr über auf den Feldern aufhalten und ihr angeborenes Verhalten, bei Gefahr und Störungen im Wald Schutz und Deckung zu suchen, aufgegeben haben. Der aufmerksame Beobachter kann dort immer wieder regelrechte Ansammlungen von Rehen sehen. Besonders im Winter bilden sie große Notgemeinschaften. 10 15 Tiere, die sich auf einer Stelle aufhalten, abseits von Baum und Strauch, sind keine Seltenheit. Rehe verbingen den Tag mit längeren Ruhepausen, die gelegentlich durch Äsung unterbrochen werden. Die Hauptphasen der Nahrungsaufnahme liegen aber in der Regel in der Morgendämmerung und spätabends. Rehe sind bei der Aufnahme von Nahrung recht wählerisch. Sie brauchen Abwechslungsreiche und zarte kost wie z.B. junge Blätter, Kräuter, Triebe oder Früchte, die sie immer nur einzeln aufnehmen. |
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