Naturfoto des Monats
- April 2004 -


Türkentaube - Streptopelia decaocto - Turkse Torte

Türkentaube

Diese zierliche, schlanke Taube - deutlich kleiner als unsere Ringeltaube, die häufigste einheimische Taubenart - mit dem schwarzen Nackenband, den roten Augen, der sandfarbenen Ober- und Unterseite und den dunklen Handschwingen war noch vor hundert Jahren nur in Südeuropa und Vorderasien heimisch. Wie keine andere Vogelart hat sich die Türkentaube in den letzten Jahrzehnten explosionsartig von der Balkanhalbinsel bis zu den Britischen Inseln und Skandinavien ausgebreitet. Im Vorfrühling, oft bereits im Februar, beginnen die Männchen mit Balzflügen ihre Reviere abzustecken und Weibchen anzulocken. Das „Nistplatzzeigen“ ist ein besonderes Balzritual, wobei das Männchen an verschiedenen als geeignet erscheinenden Nistplätzen in Bäumen und Büschen verharrt und mit Rufen das Weibchen von der Qualität des Platzes zu überzeugen versucht. Bereits im März werden die ersten Eier gelegt. Wie bei allen unseren Taubenarten besteht das Gelege in der Regel aus 2 Eiern. Nach 16- 19 Tagen verlassen die Jungen das Nest. Sie bleiben aber noch etwa 5- 7 Tage in der Nähe des Nestes, das Sie auch in diesen Tagen als Schlafplatz benutzen. Erwachsene Türkentauben werden vorwiegend von Greifvögeln und Eulen erbeutet, wie Sperber, Habicht, Waldohreule, Waldkauz und Uhu. Außerhalb der Brutzeit leben die Türkentauben sehr gesellig und übernachten meist gemeinsam an geeigneten Schlafplätzen.

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