Naturfoto des Monats
- Juli 2004 -


Reh - Capreolus capreolus

Das Auge des Rehbocks

Das Rehwild ist für die Mehrzahl der deutschen Jäger die wichtigste und interessanteste Wildart.
Die Jagd und die Hege beschäftigt sie über das ganze Jahr und bringt ihnen sehr viele Jagderlebnisse. Für den Naturfotografen bedeutet Wildfotografie schlechthin Rehwildfotografie. Und wer sich jetzt im Monat Juli – in der Brunft- oder Blattzeit – still an einen abgelegenen Wiesenrand setzt, hat eine gute Chance einen imposanten Bock aus kurzer Entfernung ins Auge zu blicken und ihn Format füllend aufzunehmen. Die Rehböcke sind zur Brunftzeit innerlich (psychisch) sehr stark erregt und unaufmerksam und schlagen auf der Suche nach weiblichen Rehen oft mit dem Gehörn an Sträuchern. „Ringe“, die im niedergetreten Gras oder Getreide deutlich auffallen, die der Jäger „Hexenringe“ oder „Brunftringe“ nennt, sind durch das anhaltende kreisförmige Treiben der Ricke durch den Bock entstanden. Sie zeigen dem Naturfotografen, dass er hier mit dem Auftreten von Rehwild rechnen kann.