Der in Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko verbreitete Kojote, ein im Vergleich zum Wolf kleiner Wildhund, ist einer der besten Jäger der Prärien. In der Auswahl seiner Nahrung ist der Präriewolf, wie der Kojote auch genannt wird, nicht wählerisch. Er frisst Aas und jagt jedes kleine Tier, das er finden kann. Diese Vorliebe brachte den Kojoten besonders bei den Viehzüchtern in Verruf, denen er Hühner und Lämmer bei jeder sich bietenden Gelegenheit raubt. Für die Viehzüchter ist nur ein toter Kojote ein guter Kojote. Den Präriewolf kümmert das wenig; er überlistet den Menschen, wann immer es geht. Den Grund dafür, dass er auch heute noch in Nordamerika weit verbreitet ist, dürfte in seiner freien Lebensart zu suchen sein. Anders als sein großer Bruder, der Wolf, benötigt der Kojote weder einen festen Lebensraum noch das Gesetz des Rudels. Der Schaden, den die Kojoten den amerikanischen Viehzüchtern zufügen, beläuft sich auf viele Millionen Dollar pro Jahr. Seit Jahren über 100 Jahren werden die Kojoten intensiv von den Viehzüchtern verfolgt. Trotz aller Verfolgungsmaßnahmen hat sich der Bestand der Kojoten nicht verringert. Die Wirklichkeit ist, dass die Viehzüchter mit den Verfolgungsmaßnahmen den Kojoten einen großen Gefallen getan haben. So wurde ihr größter Feind, der Wolf, in vielen Gegenden völlig ausgerottet, weil sie ihr Vieh schützen wollten; aber die Kojoten nahmen seinen freigewordenen Platz dankbar an. In den letzten Jahren sind die Kojoten auch in der Nähe großer Städte aufgetaucht. Riesige Müllhalden bieten ihnen hier ausreichende Lebensbedingungen. Die Meinungen der Stadtbewohner über die neuen Zuwanderer sind gemischt. Einigen gefällt es, den Präriewolf in der Nähe zu haben, aber andere, deren Tiere den Kojoten zum Opfer gefallen sind, sehen sie als Plage an.