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Jürgen
Schiersmann
Seeadler Haliaeetus albicilla
In der heutigen Zeit sind für den Seeadler die Zerstörung seines
Lebensraumes und Umweltgifte (chemische Pflanzenschutzmittel und Abgase),
die er über die Nahrungskette, z.B. vergiftete Fische, aufnimmt,
Hauptbedrohung. Seeadler suchen für die Errichtung ihrer mächtigen Horste
alte Bäume in abgelegenen Wäldern auf. Ihre Nahrungsreviere sind ruhige
Seen, an denen sie Fische und Wasservögel erbeuten. Der Seeadler gehört zu
den bedrohten Tierarten auf der „Roten Liste“. Seeadler werden frühestens
im vierten Jahr geschlechtsreif; können aber ca. 50 Jahre alt werden.
Ausgewachsene Seeadler erreichen eine Flügel-Spannweite von bis zu 2,50 m.
Alte Adler bleiben ganzjährig in ihrem Brutrevier; junge Adler wandern.
Seeadler legen 1 – 3 Eier, oft überlebt aber nur ein Junges.
Hauptnahrungsmittel des Seeadlers sind Fische, Wasservögel, aber besonders
während der kalten Wintermonate auch Aas. Ein Seeadlerrevier ist etwa 100
Quadratkilometer groß. Im Idealfall befindet es sich in einem Gebiet mit
vielen Wasserflächen, Inseln, Schilfgürteln und einsamen Wäldern.
Die norddeutsche Seenlandschaft ist Lebensraum des Seeadlers, für dessen
Erhaltung mehrere Naturschutzorganistionen in der Projektgruppe
„Seeadlerschutz Schleswig-Holstein e.V.“ kämpfen.
Möchten Sie diese Projektgruppe einmal näher kennen lernen, dann wählen
Sie im Internet
www.projektgruppeseeadlerschutz.de
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