Naturfoto des Monats

- Juli 2002 -

Canon EOS 3, EF 4,5/500 USM, Freihandaufnahme, Sensia 100

Jürgen Schiersmann

Seeadler Haliaeetus albicilla

 In der heutigen Zeit sind für den Seeadler die Zerstörung seines Lebensraumes und Umweltgifte (chemische Pflanzenschutzmittel und Abgase), die er über die Nahrungskette, z.B. vergiftete Fische,  aufnimmt, Hauptbedrohung. Seeadler suchen für die Errichtung ihrer mächtigen Horste alte Bäume in abgelegenen Wäldern auf. Ihre Nahrungsreviere sind ruhige Seen, an denen sie Fische und Wasservögel erbeuten. Der Seeadler gehört zu den bedrohten Tierarten auf der „Roten Liste“. Seeadler werden frühestens im vierten Jahr geschlechtsreif; können aber ca. 50 Jahre alt werden. Ausgewachsene Seeadler erreichen eine Flügel-Spannweite von bis zu 2,50 m. Alte Adler bleiben ganzjährig in ihrem Brutrevier; junge Adler wandern. Seeadler legen 1 – 3 Eier, oft überlebt aber nur ein Junges. Hauptnahrungsmittel des Seeadlers sind Fische, Wasservögel, aber besonders während der kalten Wintermonate auch Aas. Ein Seeadlerrevier ist etwa 100 Quadratkilometer groß.  Im Idealfall befindet es sich in einem Gebiet mit vielen Wasserflächen, Inseln, Schilfgürteln und einsamen Wäldern.
Die norddeutsche Seenlandschaft ist Lebensraum des Seeadlers, für dessen Erhaltung mehrere Naturschutzorganistionen in der Projektgruppe „Seeadlerschutz Schleswig-Holstein e.V.“  kämpfen.

Möchten Sie diese Projektgruppe einmal näher kennen lernen, dann wählen Sie im Internet

www.projektgruppeseeadlerschutz.de

 

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